hab mal mein zeugnis geschrieben, das ergab sich heute morgen schon wie von alleine, wollte es eigentlich immer mal machen, kam aber immer wieder davon ab oder hatte keine lust und heut morgen ohne dass ich es mir vornahm fing ich an zu schreiben, eigentlich war es "nur" für eine ehemalige schulfreundin gedacht, die ich "zufällig" bei "stayfriends" getroffen habe. sie schrieb mir wie es ihr so ergangen ist in ihrem leben und fragte mich wies mir geht sie hätte nämlich gehört ich lebe nicht mehr. habe mal das zitat kopiert:
"Wenn du es wirklich bist und noch lebst würde ich gerne mal mit dir Kontakt aufnehmen. ich weiss noch wie ich damals immer bei dir und deiner Oma war. Irgendwas ist damals passiert und Du warst weg. ich kann es gar nicht fassen, dass es Dich wirklich noch gibt.Wie kam man damals nur auf die Idee du hättest dir das Leben genommen. Freue mich mit Dir Kontakt zu haben"
der einfacherhalber schreibe ich alles klein:
war ca 8 jahre mit meinem mann verheiratet, mit unserem taubblinden sohn haben wir in haigerloch gewohnt, dort hat uns meine oma eine wohnung eingerichtet und bezahlt. mit 3 jahren kam unser sohn nach hannover in eine taubblindeneinrichtung. mir wurde es auf die dauer zu langweilig, desswegen hab ich meine oma überredet uns 20.000 dm zu leihen, das hat sie dann auch gemacht. meinen damaligen mann hab ich auch überreden müssen der wollte erst nicht, aber am ende hat er dann doch mitgemacht. wir haben ein großes auto gekauft und einen wohnwagen. dann ging es los mit 3 verschiedenen künstleragenturen von denen ich verträge bekam. queer durch deutschland ausserdem deutsche-italienische und französische schweiz und viel an der schweizergrenze lörrach und basel. hab als tänzerin mit viel bühnenshow gearbeitet jeden monat wo anders, ab und zu waren wir bei den omis auf besuch. die 20.000 dm hab ich so schnell es ging wieder zurückbezahlt. die ersten jahre war alles super gelaufen ein leben in saus und braus, so wie ichs geld verdient habe so ging es wieder raus, jeden tag essen gegangen, immer teuere klamotten und große autos, doch dann kam ich mit drogen in kontakt und zwar mit heroin hab dann auch gleich angefangen zu spritzen. die ersten monate liess es sich noch verbergen und meine arbeit lief weiter wie immer, aber dann ging es mir immer schlechter und ich konnte diese arbeit nicht mehr machen. mein damaliger mann und ich haben uns getrennt er hatte auch probleme emit alkohol. hab dann angefangen zu dealen und in singen am bodensee einen grossdealer kennengelernt, er imponierte mir, alle in der szene hatten grossen respekt vor ihm, er war gerade entlassen worden, aus dem gefängnis in tailand bangkok. er hatte ursprünglich lebenslänglich bekommen, er wurde am flughafen mit ein paar kilo heroin geschnappt jemand hatte ihn verraten. seine eltern haben die besten rechtsanwälte eingeschaltet und es wurde so ein öffentlichkeitsding kam auch im fernseh damals. er hatte glück, weil seine eltern reich waren und ihn finanziel unterstützt und alles für ihn gemacht haben, er ist voll das verwöhnte einzelkind. die haben ihn dann im laufe von 8 jahren rausgekauft mit 200.000 dm. als ich ihn kennenlernte war er gerade mal 1 woche wieder zuhause in singen seine eltern hatten ihm dort eine eigentumswohnung gekauft. wir haben dann ziemlich schnell geheiratet inzwischen war ich geschieden von meinem ersten mann, das mit meinem 2. mann ging 2 jahre dann kam ich für 8 monate ins gefängnis hatte sehr oft gegen bewährunhsauflagen verstossen. hab dann aber therapie beantragt die ich jedoch nach 6 monaten wieder abgebrochen habe. so ging es erst mal 15 jahre weiter voll der kreislauf, drogen und therapieabbrüche.
ich erinnere mich an eine schulfreundin die mich als wir noch kinder waren immer mitgenommen hat in die kinderstunde ihr vater war ein pastor von der volksmission. zuhause hat die mutter jede woche einen bibelkreis für kinder gemacht mit kuchen und so, das war voll schön, die hat dann jesusgeschichten aus der bibel erzählt und für uns gebetet und uns unter den schutz gottes gestellt, das hatte enorme auswirkungen, davon bin ich heute überzeugt.
immer wieder bin ich in meinem leben christen begegnet die mich ein stückweit begleitet haben, für mich gebetet haben. hatte in allen möglichen religionen und übersinnlichem nach dem sinn des lebens geforscht, das christentum und die bibel kamen erst dran als ich schon so weit am ende war, dass es nur zwei möglichkeiten gab, entweder aufgeben und sterben oder mich an das klammern was jesus sagt in der bibel "wer mich sucht der wird mich finden und - wen ich frei mache der ist für immer frei". nun ich hatte nichts mehr zu verlieren und wenn der jesus mir helfen konnte wie die christen immer gesagt haben und wie es in der bibel steht, dann wollte ich das versuchen. war dann eingeladen bei einer pastorenfrau in singen. hab sie kennengelernt weil dort die christen viel für randgruppen gemacht haben, drogenabhängige konnten in eine teestube um sich aufzuwärmen und zu reden, wenn es ihnen dannach war. hab dann bei der frau zuhause mein leben jesus gegeben, so wie es in der bibel steht. ich ging wieder nach hause, es änderte sich erst mal nichts, ich hab so weitergelebt wie zuvor. dann musste ich mich erneut entscheiden entweder gefängnis oder therapie, ich wollte beides nicht und bin geflüchtet nach amsterdamm. da war ich einen monat, das war voll grausam, ganz ganz schlimm. ich bin da hingetrampt war ganz alleine dort, kannte niemanden. musste mein geld auf dem strassenstrich verdienen, das war auch noch im winter und in einer zeit wo ein prostituiertenmörder gesucht wurde der dort schon zwei frauen mitgenommen und umgebracht hatte. es ging mir immer schlechter. hab mich aber auch immer wieder an den tag erinnert wo ich mein leben jesus gab, hab dann eine entscheidung getroffen und meiner oma angerufen, die hat mir geld zu einer drogenberatungsstelle überwiesen, damit ich mir eine fahrkarte kaufen konnte, zurück nach singen. ich wollte mich der polizei stellen und ins gefängnis gehn, das sah ich als einzige chance um zu überleben. so hab ich das dann auch gemacht. unterwegs traf ich übrigens auf einen jungen mann der mich zu sich nach hause einlud, er war auch drogenabhängig und erzählte mir was für eine superliebe frau er hat, die sei christin und würde viel von jesus erzählen, wooow dachte ich das ist klein zufall.
war dann drei monate im gefängnis und kam dann auf therapie ins tiefste bayern mitten im wald 10 km rundherum nur wald und wiesen. es war eine alte burg voll abenteuerlich hat das ausgesehn. nach ca einer woche erlebte ich etwas was mein ganzes leben entscheidend geprägt und in eine andere richtung gelenkt hat. gott gab mir eine vision die ging ca 1 woche, niemand bekam davon was mit, weil ich den tagesablauf ganz normal mitmachen konnte da die vision immer dann unterbrach, wenn ich was machen musste und wenn ich allein auf meienm zimmer war, ging es da weiter wo es aufgehört hatte. es war sehr viel was mir gott gezeigt hat, aber seither weiss ich dass es jesus gibt und dass alles stimmt was in der bibel steht. hab die therapie wieder abgebrochen wollte unbedingt mit christen reden mit den psycholgen konnte ich darüber nicht reden denn die hätten mich für psychotisch gehalten und mich in eine psychiatrie gesteckt. war dann noch mal kurz unterwegs drogenmässig und dann fing die wende an. hab mir gedanken gemacht wo ich mein leben neu aufbauen will und wo ich mir vorstellen kann dauerhaft zu wohnen. es musste eine großstadt sein, in einem dorf oder einer kleinstadt hätte ich mich eingespert und abgeschnitten gefühlt. ich hab dann eine stationäre langzeittherapie in berlin und in hamburg beantragt, dort wo ich zuerst eine zusage bekommen würde, sollte mein neues leben beginnen und das war hamburg. mein drogenberater begleitete mich mit dem zug. es war eine reine frauentherapie und es war echt ein traum, ein schönes haus am stadtrand von hamburg, mit einem großen garten. man sah von aussen gar nicht das es eine therapie war, sah neben den anderen häusern auch nicht anders aus. wir waren immer zwischen 6-10 frauen und 4 therapeutinnen die abends gingen und morgens wieder kamen. nach der therapie in der nachsorgeeinrichtung hab durch meine therapeutin den kontakt zu eine christlichen bewegung bekommen die sich jesus freaks nannten, die gibt es immer noch versteut in deutschland gibt es christliche gemeinden von denen. dort hatte ich meine soziale einbindung, freunde und mit einigen hab ich auch eine jüngerschftsschule gemacht, das war echt ein geschenkt gottes wie so vieles von ihm z.b. meine 1 1/2 zimmerwohnung in der ich heute noch lebe, mit balkon und badewanne am stadtrand von hamburg, neben einem riesigen waldgehege, voll die gebetserhörung. hab mich bei den jesus freaks dann auch taufen lassen.
die weiteren ca 8 jahre hab ich dann meine neigung zu frauen ausgelebt in der hamburger lesbenszene. bin deswegen in einen konflikt gekommen mit meinem glauben, der mal stärker und mal schwächer war und manchmal ganz verdrängt wurde von mir, aber jesus hatte so viel liebe und geduld mit mir das ist einmalig. hab aber nie gott verleugnet im gegenteil hab immer erzählt was ich mit jesus alles erlebt und ihm zu verdanken habe und die frauen auch mitgenommen in hauskreis und gemeinde. durch jesus seine liebe und den geist gottes wurde ich nach und nach erneuert und verändert. hatte in den jahren noch 3 beziehungen mit frauen, die sehr problematisch und anstrengend waren. bin noch mal kurze zeit mit einer von den frauen drogenrückfällig geworden. hab dann aber die beziehung und die drogen beendet und mich voll in eine ausbildung gestürzt als friseurin, bekam das vom arbeitsamt als umschulungsmassnahme bezahlt. musste jedoch zuvor 3 jahre am stück arbeit nachweisen, das habe ich dann ich auch gemacht. meinen abschluss als friseurin habe ich sehr gut abgeschlossen, das hat auch voll spass gemacht. seit ca 10 jahren lebe ich jetzt alleine mit meinen katzen und mir geht es besser als je zuvor, lebe unabhängig von menschen und abhängig von jesus, denn nur ihn brauche ich wirklich, um glücklich und zufrieden zu sein.
3 Kommentare:
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sorry i dont can englisch
Der Jesus kann uns helfen, wie die Christen immer sagen!
Segen dir. Schön, Liane, dass ihre Arbeit als Friseurin dir voll spass macht. Wahrlich Gottes Liebe ist echt ein Geschenk Gottes!
Ich klammere mich auch an das was Jesus sagt in der Bibel, denn Wer Ihn sucht der wird Ihn finden und wen Er frei macht, der ist für immer frei!
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